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Faschismus Artikel
Der Begriff Faschismus entstand als Name für die Bewegung Benito Mussolinis in Italien. Beginnend mit Stalin wurde er von der kommunistischen Propaganda weitgehend dem Antikommunismus gleichgesetzt. Eine neuere Interpretation des Begriffes durch Ernst Nolte (seit etwa 1970) beschränkt die Verwendung des Begriffes auf antiliberale, antidemokratische und antikommunistische Ideologien und schließt damit auch den (deutschen) Nationalsozialismus ein.
Abgeleitet ist der Begriff Faschismus vom italienischen fascio beziehungsweise lateinischem fascis für Bund, Bündel. Er geht zurück auf die Fasces, Rutenbündel, welche die antiken Liktoren als Symbol der Macht des Römischen Reiches und des römischen Machthabers (Konsuls, Imperators, Statthalters), dem sie voranschritten, trugen. Außerhalb Roms wurde die Machtdemonstration verstärkt, indem die Liktoren nicht ca. die Fasces (Rutenbündel), sondern zusätzlich ein darin eingewickeltes Beil mit sich führten.
Mussolini selbst definierte Faschismus als "Verschmelzung von Großkapital und Staat", der folglich auch "Corporativismus" genannt werden könne.
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Zunächst war Faschismus ca. ein positiv besetzter Begriff für Mussolinis "Fascio Italiano" (siehe unten ), da Mussolinis Propaganda sich wesentlich auf die Symbolik der fasces stützte.
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Wesentliche Elemente des Faschismus |
- Ein korporatives Wirtschaftsmodell mit ständischer Organisation, mit einem Ständeparlament (Großfaschistischer Rat) an der Spitze
- Der Vorrang der Ästhetik vor der Ökonomie, wie sie unter anderem in den spätfuturistischen Kunsttheorien deutlich wurde
- Die ideologische Verherrlichung von Gewalt in der Tradition von Georges Sorel
- Antiliberalistische Parteienkritik, wie sie insbesondere der faschistische Soziologe Robert Michels betrieb
- Ein an der Antike ausgerichteter Traditionalismus, wie er besonders durch den Literaten und Kulturphilosophen Julius Evola beschrieben wird.
Zwischen dem modernistischen und dem traditionalistischen Flügel kam es stets wieder zu Spannungen. Mussolini wechselte zwischen den Positionen und hatte Mühe, diese zentrifugalen Kräfte zusammenzuhalten.
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Geschichte des eigentlichen Faschismus | |
Der Gründer des Faschismus, Benito Mussolini, kam aus der Sozialistischen Partei Italiens, in der er den syndikalistischen Flügel vertrat. Mussolini war unter anderem Chefredakteur der Parteizeitung Avanti.
Gestalt gewann der Faschismus in Italien 1919, als Mussolini die "Fasci Italiani di Combattimento" (Italienische Kampfbünde) gründete.
Im selben Jahr schuf der Schriftsteller Gabriele D'Annunzio mit seiner Eroberung von Fiume ein erstes faschistisches System.
Die "fasci" wuchsen rasch und Mussolini wurde, als er 1922 mit einem Putsch drohte, Ministerpräsident.
1925 verbot er die sozialistische Partei und antifaschistische Organisationen und schuf mit seinem Führerkult – dem "mussolinismo" – das Modell für andere faschistische Diktaturen. Der "Duce" präsentierte sich als Mann des Volkes: Arbeiter, Vater, Sportler, mit Uniform und martialischem Auftreten. Der Großmachtanspruch des antiken römischen Weltreiches blieb leitende Idee des italienischen Faschismus.
1943 wurde Mussolini vom Großfaschistischen Rat, dem faschistischen Ständeparlament, abgesetzt. Diese Absetzung erfolgte systemkonform, da der Großfaschistische Rat die höchste Instanz des faschistischen Staates war. Mussolini wurde inhaftiert.
Der österreichische Waffen-SS-Offizier Otto Skorzeny befreite Mussolini in einer abenteuerlichen Aktion aus seinem Gefängnis auf Gran Sasso . Unter deutscher Vormacht gründete Mussolini in Norditalien die Republicca Sociale Italiano (Republik_von_Salò), in der allerdings deutlich nationalsozialistische Übernahmen erfolgten, so insbesondere ein radikaler Antisemitismus.
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Unterschiede zu dem Nationalsozialismus | |
Im Gegensatz zu dem Nationalsozialismus war der Faschismus nicht antisemitisch. Antisemitische Elemente nahm er erst auf, als Mussolini die Achse mit dem Deutschen Reich unter Adolf Hitler schloss; der Antisemitismus wurde verstärkt, als Mussolini nach seinem Sturz seine unter deutscher Vorherrschaft stehende "Repubblica Sociale Italiana" (RSI) gründete.
Auch das für den Nationalsozialismus typische Führerprinzip gab es in dem Faschismus nicht. Die Nennung duce ("Führer") war funktional, aber nicht ideologisch überhöht.
Ein weiterer wichtiger Unterschied war der faschistische Etatismus, der sich deutlich vom völkischen Nationalsozialismus abhob. Wesentlich wurde dieser Unterschied in Südtirol, wo Mussolini eine harte Italianisierungspolitik betrieb. In einer Vereinbarung zwischen Hitler und Mussolini wurde daraufhin geregelt, dass die deutschen Südtiroler ihre Heimat zu verlassen undins Deutsche Reich auszureisen hatten, während Südtirol bei Italien blieb. Die "Dableiber" waren die deutschen Südtiroler, die entgegen der Ziel der beiden Diktatoren für den Verbleib in ihrer Heimat "optierten".
Dementsprechend gab es auch keine Rassenideologie des Faschismus. Die Abstammung der Menschen war Mussolini egal. Wo das Wort Rasse überhaupt benutzt wurde, hatte es ausdrücklich keine biologische Bedeutung, sondern wurde im auch in Deutschland früher gebräuchlichen Sinn von rassig als edel benutzt, ohne auf Abstammung abzuheben.
Der modernistische Flügel des Faschismus unterstützte eine Kunstrichtung, die in Deutschland als entartete Kunst galt. Der Verfasser des futuristischen Manifests , Filippo Tommaso Marinetti , der später praktisch der faschistische Staatskünstler wurde, kann als prominentestes Beispiel hierfür genannt werden.
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Faschistische Theoretiker |
- Benito Mussolini war der Begründer des Faschismus. Mussolini kam aus dem syndikalistischen Flügel der Sozialistischen Partei Italiens und war stark von Georges Sorel beeinflusst.
- Robert Michels war deutscher Soziologe. Michels kam aus der SPD und wurde als Parteiensoziologe bedeutend. Er wechselte nach Italien, wandte sich dem Syndikalismus und später dem Faschismus zu. 1928 errichtete ihm Mussolini einen Lehrstuhl in Perugia, um die Theorie des Faschismus weiterzuentwickeln.
- Julius Evola war Kulturphilosoph und entstammte einer katholisch-traditionellen Familie in Rom. Später entwickelte er den an der Antike ausgerichteten (heidnischen) Traditionalismus. Evola repräsentierte den traditionalistischen Teil des Faschismus, der stets wieder in Gegensatz zu dem modernistischen Flügel geriet, welchen Evola als Entartung des Faschismus kritisierte.
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Faschismus in dem weiteren Sinn | |
Später wurde der Begriff so verallgemeinert, dass der italienische Faschismus als Prototyp eines gesamteuropäischen Phänomens gilt. Dieser vom linken Spektrum benutzte Faschismustheorie steht die bürgerliche Totalitarismustheorie entgegen, die davon ausgeht, dass rechts- und linksextreme Kräfte sich parallel entwickeln und zu einem links- oder rechtstotalitaristischen Regime hochschaukeln, wie dies in der Weimarer Republik geschehen ist.
Als erster nutzte Stalin einen verallgemeinerten Begriff des Faschismus. Darunter fielen alle Antikommunisten, gleich welcher politischer Richtung. Die Nennung der SPD als sozialfaschistisch verstärkte die Kluft zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten am Ende der Weimarer Republik. Der Antifaschismus, der als Kampagne in kommunistischen Ländern aus der Stalin-Ära stammte, benutzte diese Interpretation auch nachdem Tod Stalins weiter.
Eine neue Interpratation erreichte der Faschismus-Begriff, als der Historiker Ernst Nolte mit seinem Werk Der Faschismus in seiner Epoche den Faschismus als antiliberal, antidemokratisch und antikommunistisch definierte. Mit dem Nolte-Begriff, der sich durchsetzte, galten die demokratischen Parteien wie SPD oder CDU nicht mehr als faschistisch, aber es wurde alles unter Faschismus rubriziert, was eine nicht-kommunistische Diktatur in dem Europa des 20. Jahrhunderts anstrebte oder realisierte. Insbesondere wurde damit der Nationalsozialismus als faschistisch genannt.
Im 20. Jahrhundert beschreibt der Faschismus eine Reihe politischer Strömungen und Systeme autoritär-korporativer Herrschaft. Die Definitionen dafür sind wechselnd:
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Elemente des Faschismus in dem weiteren Sinn |
- Militarismus: Das Erscheinungsbild des Faschismus wurde durch militärische Massenaufmärsche und Großkundgebungen bestimmt.
- Eine ideologisch geprägte Weltanschauung: Faschismus tritt mit seinen Blut- und Weiheritualen, seiner mystisch-irrationalen Weltanschauung als antiaufklärerisches Programm auf.
- Das Verständnis des Volkes als Masse: Seit Mussolinis Konzept des "stato totalitario" durchdringt der faschistische Anspruch alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens bis in das Privatleben. So wurde die Familie als Kameradschaftsverband aufgefasst, die mit Kindern zu dem Wachstum der Volksgemeinschaft beizutragen hatte.
- Antisemitismus und Rassismus: Dabei trat der Terror des deutschen Nationalsozialismus gegen ganze Teile der Bevölkerung deutlicher als in anderen Ländern hervor.
- Sozialdarwinismus
- Schließlich in einigen Ländern auf der einen Seite eine reaktionäre Tendenz zur Monarchie und zu dem Klerikalismus, auf der anderen Seite durch eine mit religiösen Elementen durchsetzte Fortschritts- und Technikgläubigkeit. (Tausendjähriges Reich etc.)
Diese Charakteristika werden verkürzt in dem Drei-Säulen-Modell zusammengefasst, im Faschismus als Nationalismus – Militarismus – Chauvinismus definiert wird.
Faschistoide Tendenzen: Als faschistoid wird eine Haltung genannt, die dem Faschismus mehr oder weniger ähnlich, verwandt ist. Sie ist damit nicht gleichzusetzen mit "faschistisch" oder "nationalsozialistisch"
Buch-Tipp: Fiume oder der Tod Mars und Eros feiern eine stürmische Hochzeit Fiume oder der Tod erzählt die abenteuerliche Geschichte der Stadt Fiume, die der legendäre Dichtersoldat Gabriele D'Annunzio am 12. September 1919 mit seiner kleinen Privatarmee besetzt. Während seiner 15 Monate dauernden Herrschaft über die Stadt fröhnt D'Annunzio radikal archaischer Mythizität.... |
Geschichte des Faschismus in dem weiteren Sinn |
Buch-Tipp: Hitlers Volksstaat. Heilsame Schrift zur Diagnose eines Traumas Zusammenschau ist wichtig und trotzdem Einzelheiten zu bringen, an Einzelheiten das ganze Faszinosum dieses nazionalen Sozialismus festzumachen, das ist wahrhaft spannend.
Denn, wie die Spannung das eigentliche Element gewesen sein mag, dieses Aufbrechen aus dem Alten, dem Spießerischen, hinein in eine... |
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In Deutschland tritt der Nationalsozialismus zunächst als eine Spielart des italienischen Faschismus in Erscheinung: Angefangen von den ähnlich uniformierten Kampfverbänden der Sturmabteilung (SA) über die Straßenschlachten bisins nationalistische Sprachgut der Führer. Hitlers Putsch 1923 misslingt.
Antisemitismus, Antikommunismus, Rassismus und Blut-und-Boden-Mythologie werden in dem Nationalsozialismus Grundlage der Ausrottung und des Feldzuges gegen ideologisch als minderwertig eingestufte Menschen und Menschengruppen.
Obwohl der deutsche Nationalsozialismus i. A. zu dem Faschismus gerechnet wird, hatte er doch ca. wenige Gemeinsamkeiten mit dem italienischen Faschismus. Der Nationalsozialismus war in dem Gegensatz zu dem italienischen Faschismus antiklerikal und antisemitisch.
Buch-Tipp: Kurze Geschichte des italienischen Faschismus. Kurz und informativ Wer sich mit dem Faschismus auseinandersetzen möchte, zumal mit dem italienischen, der bekommt mit diesem Buch von Brunello Mantelli einen Bericht, der nicht ca. historisch diese eigenartige Bewegung betrachtet, sondern auch Hinweise auf kulturelle Verbindungen in Europa der damaligen Zeit gibt. So war zwar nachdem ersten Weltkrieg... |
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In Frankreich treten faschistisch orientierte Gruppen auf; die bedeutendste war die "Action française" Charles Maurras . Dennoch entwickelte sich der Faschismus nicht zu einer Massenbewegung. Mit der Besetzung Frankreichs durch das nationalsozialistische Deutschland scheiterte die faschistische Bewegung an eigenen Widersprüchen. Auch die deutsche Vernichtungspolitik gegenüber den Juden wurde von vielen Franzosen missbilligt oder sogar boykottiert.
Buch-Tipp: Maskerade. Die Memoiren eines Überlebenskünstlers Ein Lehrbuch des richtigen Lebens in dem falschen. Ich kann meinem Vorposter ca. ganz und gar zustimmen - ein wunderbares Buch, voller Lebensklugheit und Lebensfreude, aus dem man lernen kann, zu welchem Guten Menschen eben auch in der Lage sind. Faszinierend finde ich die Parallelen in den Persönlichkeiten von Oskar Schindler und Tividar Soros, beides... |
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In Griechenland herrschte 1936–1941 die vom italienischen Faschismus und vom deutschen Nationalsozialismus beeinflusste Metaxas-Diktatur.
Buch-Tipp: Mussolini Internationale Beziehungen aus italienischer Sicht Das Buch von Ivon Kirkpatrick faszinierte mich ungemein. Dafür verantwortlich war vor allem der Stil des Verfassers. So gelang es ihm grandios, Fakten eingebettet in einem ansprechenden Wortschatz zu vermitteln. Jedem, der sich für die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessiert, insbesondere... |
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In Großbritannien gründete Oswald Mosley 1932 die "British Union of Fascists" (BUF), die das Übermenschentum und die Weltbedeutung Großbritanniens hervorhob, welche aber mit dem Weltkrieg endete.
Buch-Tipp: Nachrichten aus Berlin 1933-36 Ein Kosmopolit in Nazi-Deutschland Ein polnischer Graf, ein Freund der Kunst und Literatur, ein Bohemien und Reisender, ein Menschenfreund und noch so manches mehr könnte man von diesem Vergessenen und jetzt Wiederentdeckten sagen, der, am Ende des 19. Jahrhunderts geboren, Anfang der 40er Jahre in dem Londoner Exil verstarb.
Nach der Lektüre des Buches... |
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In Österreich gab es nachdem 1. Weltkrieg eine Reihe faschistischer Gruppierungen zu dem Beispiel die "Heimwehr", eine bewaffnete paramilitärische Einheit der "Vaterländischen Front", deren Führer Dollfuß war. Dieser errichtete einen faschistischen Ständestaat. Die österreichischen Nationalsozialisten, die den Anschluss an das Deutsche Reich wollten, ermordeten Dollfuß. (siehe auch Austrofaschismus)
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In Portugal kam 1926 eine Militärjunta unter General Carmona durch einen Putsch an die Macht. Mehr als Spanien bemühte sich auch Portugal besonders ab 1932 unter Carmonas Nachfolger António de Oliveira Salazar um eine Distanzierung vom italienischen Faschismus und vom deutschen Nationalsozialismus. 1933 baute Salazar seine Macht durch eine neue Verfassung und die Abschaffung des Parlamentarismus aus. Portugal verbündete sich in dem 2. Weltkrieg mit Spanien zu dem Bloco Ibérico . Die Junta wurde am 25.04 1974 durch die Nelkenrevolution gestürzt (drei Tote). In dem November 1975 wurde der sozialistisch orientierte Revolutionsrat der MFA zugunsten eines demokratischen Systems abgesetzt. Die portugiesische Dekolonialisierungspolitik wurde weiter vorangetrieben.
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In Rumänien kommt nachdem 1. Weltkrieg mit der "Legion Erzengel Michael" ("Eiserne Garde") unter Corneliu Zelea Codreanu in den 30er Jahren eine faschistische Bewegung auf, die sich als weltanschauliche Bewegung, religiöse Kampfgemeinschaft, mit starken Elementen des Führerkultes, Militarismus und Antisemitismus herausbildet.
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In den skandinavischen Ländern Dänemark, Schweden und Norwegen kamen mit der Schwedischen Nationalsozialistischen Partei, der Dänischen Nationalsozialistischen Arbeiterpartei und der norwegischen Nationalen Sammlung faschistische Bewegungen auf, welche die nordische Herrenmenschenideologie zu dem Programm machten. Eine Massenbasis besaßen die faschistischen Organisationen jedoch nicht.
Mit der deutschen Besetzung gewannen die Faschisten in Dänemark und Norwegen Einfluss. Das NS-Regime rekrutierte aus diesen Bewegungen bereitwillige Partner. Zu dem Synonym der willfährigen Nazi-Marionette wurde dabei die Gestalt des norwegischen Führers Vidkun Quisling.
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In Spanien übernahm 1936 General Franco nachdem Bürgerkrieg die Macht mit einem Programm nach italienischem Vorbild. Die katholische Kirche behielt starken Einfluss und baute ihn durch die fundamentalistische Laienbruderschaft Opus Dei weiter aus. Franco war in dem 2. Weltkrieg mit Deutschland verbündet (schickte zur Unterstützung Hitlers an der Ostfront 45 Tausend Soldaten nach Stalingrad, Pawlowsk und Nikolskoje). Die faschistische Diktatur blieb bis zu Francos Tod 1975 bestehen.
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In Ungarn existierten Gruppierungen wie in Österreich, die sich am Vorbild der SA und SS orientierten, zu dem Beispiel die Pfeilkreuzler. Ihr Führer Ferenc Szalasi war Katholik und glaubte an ein "Karpato-danubisches" Vaterland. Auch hier war der Antisemitismus verbreitet.
Allgemein kann man sagen, dass es faschistische Organisationen in solchen Staaten schwer hatten, die schon demokratisch gefestigt waren beziehungsweise in denen das Parlament genügend Einfluss besaß (z. B. Skandinavien, Frankreich, England). In anderen Ländern jedoch, in denen sich viele Menschen nach "vordemokratischen", monarchistischen oder diktatorischen Staatsformen und nach einem "starken Mann" sehnten (zum Beispiel Italien, Deutschland, Osteuropa), hatten die Faschisten leichteres Spiel.
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Nach 1945 kam ein faschistisches Regime durch einen Putsch der Obristen 1967 wiederum in Griechenland mit einer bis 1974 währenden Militärjunta an die Macht.
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